Archive for Januar, 2010

Leseclubs im Februar 2010

Die nächsten Treffen des Leseclubs finden im Februar statt:

8. Treffen des LeseClubs am Dienstag, 23.02.2010 um 13:20 Uhr

Folgende Bücher werden vorgestellt:
- Kill (Mats Wahl) vorgestellt von Kilian Prader
- Leute, ich fühl mich leicht (Alexa Henning von Lange) vorgestellt von Lisa Andergassen
- Sovay (Cecilia Rees) vorgestellt von Anna Ohnewein

9. Treffen des LeseClubs am Donnerstag, 25.02.2010 um 12:55 Uhr

Folgende Bücher werden vorgestellt:
- Jeansgröße 0 (Brigitte Blobel) vorgestellt von Lisa Andergassen
- Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde, und warum (Jordan Sonnenblick) vorgestellt von Amanda Gross

Weitere Termine:
09.03. Dienstag 13:20 Uhr
16.03. Dienstag 13:20 Uhr (letztes Treffen)

Buchvorstellung “Kuss der Russalka” von Nina Blazon

“Kuss der Russalka” von Nina Blazon vorgestellt von Johanna Gostner

Das Buch “Kuss der Russalka”, geschrieben von Nina Blazon, spielt in Russland zur Zeit Zar Peters, als auf seinem Befehl hin ganz Sankt Petersburg umgebaut wurde und Unmengen von ausländischen Handwerken importiert wurden, um eine multikulturelle Stadt zu schaffen. Auch der deutsche Tischlerlehrling Johannes und sein Onkel wurden nach Russland berufen, doch das Leben ist für sie nicht leicht, denn die einheimischen Bewohner verachten die Ausländern und verhöhnen Zar Peter für seine ketzerischen Träume einer komplett neuen Hauptstadt. Eines Tages wird am Ufer der Newa eine Wasserleiche geborgen, ihre Haut schneeweiß und ihre Haare Bläulich-Schwarz. Sofort geht das Gerücht um, es handelt sich um eine Russalka, eine Märchenfigur Russlands, ähnlich einer Meerjungfrau, die in den Tiefen der Newa leben soll. Als die Leiche jedoch auf unerklärliche Weise verschwindet, entschließt Johannes herauszufinden, was mit ihr geschehen ist. Auf seiner Suche trifft er auf Jewgenij, einen einheimischen Fischersjungen, der als Beschützer der Russalkas geboren wurde und sie auch herbeirufen kann. Als Johannes dies entdeckte, bekam er die ganze Geschichte zu hörn: durch den Neubau der Stadt wurden die Russalkas zurückgedrängt und durch das Metall der Pfeiler getötet. Doch sie können nicht einfach fliehen, da sie auf ihren Erlöser mit der roten Perle warten müssen. So machen sich die beiden Jungen auf die Suche nach dieser Perle, denn wer auch immer sie hat, der kann die Kreaturen erlösen. Doch bald erfahren sie, dass die Russalkas nur ein Werkzeug in einem großen Verschwörungsplan sind, und auch Jewgenij hat ein Geheimnis und scheint nicht der zu sein, für den er sich ausgibt….
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es eine Mischung aus Lovestory, Krimi, Fantasy und historischem Roman ist. Der Bau von Sankt Petersburg wird sehr genau beschrieben und das besondere daran ist, dass vor allem die Probleme dabei erörtert werden, wie zum Beispiel die schlechten Lebensverhältnisse der Sklaven oder die Komplikationen mit der Flut und den Gerüsten. Dies macht das Buch unglaublich realitätsgetreu, denn es wird nichts verschönert, alle Probleme werden aufgezählt und detailliert erzählt.
Der Teil mit den Russalkas verleiht der Geschichte einen Hauch von Märchen und gibt einen auch einen Einblick in eine andere, uns unbekannte Kultur und deren Traditionen und Fabeln. Des weiteren hat mir gut gefallen, dass das Buch auch eine Art Krimi ist, mit allem drum und dran, Intrigen, Hinterhalt und Täuschungen, und wie immer, einem überraschendem Ende. Gut gefallen hat mir auch, dass es in der Geschichte einen sogenannten Gottesnarr gibt, einen Verrückten, der anscheinend zusammenhangslose Sätze stammelt, in Wahrheit aber alle Geheimnisse und Intrigen vor jedem ausplaudert, nur dass es niemand versteht. Aber gerade die Schwierigkeit, diese sinnlosen Sätze zu entschlüsseln, macht das Buch sehr spannend und fesselnd.
Diese Buch kann ich an all jene weiterempfehlen, die gerne historische Romane lesen und immer für ein Rätsel zu haben sind.

Buchvorstellung “Wenn Mädchen die Sonne sind, sind Jungs das Eis” von Eva Völler

“Wenn Mädchen die Sonne sind, sind Jungs das Eis” (Eva Völler) vorgestellt von Marion Moscon

Jule hat eine Reise für zwei Personen in die Karibik gewonnen. Für sie kommt dieser Urlaub genau richtig, doch ihr Freund hat keine Lust dazu, auch ihre beste Freundin hat keine Zeit und ihre Mutter will sie nicht mitnehmen. Ihre beste Freundin verspricht für sie einen Reisebegleiter zu suchen. Bis kurz vor der Abreise weiß sie nicht, wer sie begleitet. Am FLughafen trifft sie den chaotischen Jo, der sich als ihr Reisebegleiter entpuppt. Im Flugzeug lernt sie den gutaussehenden David kenne. Sie sind zufällig im gleichen Hotel und Jule verliebt sich in ihm. Doch dann kommt alles ganz anders und Jule und Jo landen im Gefängnis und werden dann aus dem Hotel geworfen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde es witzig, dass Jule zunächst nicht weiß, wer ihr Begleiter ist. Jo entpuppt sich später als eine große Nervensäge, denn er hat Flugangst und verbringt deshalb den ganzen Flug auf der Toilette des Flugzeuges. Das Buch ist sehr einfach geschrieben. Es erzählt aus Jules Sicht. Sehr interessant an diesem Buch fand ich auch, dass Jule eigentlich nur einen Urlaub gewonnen hat und dann nicht einen normalen Urlaub erlebt, sonst wäre sie nicht ins Gefängnis gekommen.
Marion Moscon

Buchvorstellung “Tote Mädchen lügen nicht” von Jay Asher

“Tote Mädchen lügen nicht” von Jay Asher vorgestellt von Lisa Andergassen

Der Roman „Tote Mädchen lügen nicht“ wurde vom amerikanischen Autor Jay Asher verfasst und erschien im Jahre 2007 in den USA. Die deutsche Ausgabe entstand im Jahre 2009 und wurde beim Verlag cbt veröffentlicht.

Der Inhalt des Buches erzählt vorweg von einem Jungen namens Clay der vor seiner Haustür ein an ihn adressiertes Paket vorfindet, in dem sich mehrere Kassetten befinden. Seltsamerweise erfährt er, nachdem er von seiner Neugier getrieben die Kassetten anhört, von wem jene stammen: Die Kassetten wurden von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah aufgezeichnet, welche kurze Zeit zuvor Selbstmord begangen hatte. Nach und nach nennt sie auf der Kassette 13 Bekannte ihrerseits und erzählt jeweils Begebenheiten welche sich im Zusammenhang mit den besagten Personen zugetragen haben. Alle 13 sollten die Kassetten zugeschickt bekommen und somit erfahren, weshalb jeder von ihnen zu ihrem Selbstmord beigetragen hat..

Hat man diesen New York Times-Bestseller erst einmal begonnen zu lesen, wird es dem Leser schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen, bevor man es nicht zu Ende gelesen hat. Allein die Grundidee des Buches fesselt den Zuhörer schon, wenn man nur die kurze Inhaltsangabe liest: Ein junges Mädchen in den Selbstmord getrieben, das sich nun an ehemaligen Freunden und Bekannten rächt, indem sie jedem zu einem Schuldigen macht. Aber nicht allein die Geschichte sollte den Leser zu dieser Lektüre motivieren, denn auch der spannende Schreibstil des Autors und der Aufbau der Geschichte regen zum Lesen an.
Der Roman hat es sich verdient gelesen zu werden und ist empfehlenswert für Leser auf der Suche nach außergewöhnlicher, spannender Lektüre.

Buchvorstellung “Der Glanzrappe” von Robert Olmstead

“Der Glanzrappe” von Robert Olmstead vorgestellt von Judith Ralser

Der Roman “Der Glanzrappe” handelt von einem vierzehnjährigen Jungen, Robey Childs, der von seiner Mutter weggeschickt wird, um den Vater aus dem Bürgerkrieg heimzuholen. Am Beginn seines Weges, der ihn nach Gettysburg zum Schlachtfeld führt, trifft Robey einen alten Farmer, der ihm einen ungewöhnliche schönen rappen schenkt.
Dem Jungen wird sehr schnell bewusst, dass der Krieg, den er eigentlich bisher nur als eine Art Spiel oder Herausforderung gesehen hat, ein Kampf um Leben und Tod ist, bei dem viele Menschen ihre Menschlichkeit verlieren und zu Ungeheuern werden. Im Krieg denkt ein jeder nur an seinen eigenen Vorteil. Robey macht die Bekanntschaft von Mördern, Sklaven, Sklavenfängern, “Fledderern”(diese nehmen den Toten Schmuck und wertvolle Gegenstände ab und verkaufen sie weiter), über gleichgültig auf die Leichen blickende Studenten die diese sizzieren, bis hin zu trauernden und verzweifelten Menschen, die ihre Angehörigen auf dem Schlachtfeld suchen. Schließlich findet Robey seinen Vater…
Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, der mit der Grausamkeit des Krieges konfrontiert wird, ohne seine Menschlichkeit zu verlieren. Die Geschichte ist sehr bewegend, Olmstead spart nicht mit Schilderungen der Grausamkeit des Krieges oder seiner Wirkung auf verschiedene Menschen. Man betritt das Schlachtfeld zusammen mit Robey und das Schicksal all dieser Menschen ergreift dich. Aber inmitten all dieser Schrecken gibt es doch immer wieder Optimismus. Olmstead hat eine sehr realitätsgetreue Geschichte geschrieben. Seine erzählerische Kraft findet sich in allen Handlungen wieder und erweckt diese fast zum Leben.
Mir hat es sehr gut gefallen. Das Buch ist nur weiterzuempfehlen.

Nächstes Treffen des Leseclubs

Das nächste Treffen findet am Dienstag, 19.01.2010 um 13:20 Uhr statt!

Buchvorstellung “Bevor ich sterbe” von Jenny Downham

“Bevor ich sterbe” (Jenny Downham) vorstellt von Klarissa Cologna (2A)

Im Buch „Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham geht es um ein Mädchen namens Tessa, das Leukämie hat. Sie hat dauernd Schmerzen und ihr geht es nicht gut. Noch dazu leidet sie unter der Abwesenheit der Mutter, der zu großen Fürsorge des Vaters und ein wenig unter den Sorgen des kleinen Bruders. Fest baut sie auf ihre Freundin Zoey, die ihr hilft, die Liste der zehn Dinge umzusetzen, die sie machen will, bevor sie stirbt. Doch dann, nach weniger Zeit, lernt Tessa ihren neuen Nachbarn Adam kennen, und es beginnt eine sehr traurige Liebesgeschichte.
Dieses Buch hat mich sehr mitgenommen. Ich habe mich schon immer wieder geärgert, wie dumm sich Tessa im Buch in gewissen Sachen anstellt, aber trotzdem bekommt man einen sehr guten Einblick in die Welt eines Krebskranken. Man kann sich auch gut in Tessas Mitmenschen hineinversetzen, und das hat mich sehr beeindruckt. Am Ende des Buches sind mir sogar ein paar Tränen entwischt, weil es schon sehr traurig war.
Die Sprachwahl ist eher einfach und sehr verständlich. Ich weiß nicht, ob es dieses Mädchen wirklich gibt, aber ich bin mir sicher dass, so ein Schicksal mehrere Jugendliche getroffen hat. Deshalb würde ich diese Geschichte nicht unbedingt als fiktiv bezeichnen. Das Buch ist noch dazu sehr neu. Die erste Ausgabe war zwar 2007, aber in deutscher Sprache wurde es erstmals 2008 veröffentlicht.
Ich würde dieses Buch vor allem Jugendlichen weiterempfehlen und Menschen, die einfühlsam und interessiert am Schicksal anderer sind.

Buchvorstellung “Sterne über Vietnam” von Thomas Jeier

“Sterne über Vietnam” (Thomas Jeier) vorgestellt von Anna Ohnewein, Sonia Rossi und Mara Ierace (2A)

Der historische Roman „Die Sterne über Vietnam“ von Thomas Jeier erzählt die Geschichte von den beiden amerikanischen Mädchen Linda und Debbie.
Linda ist Krankenschwester und zusammen mit ihrer besten Freundin Debbie organisiert sie Protestaktionen gegen den Vietnamkrieg. Als Linda beschließt in Vietnam als Krankenschwester zu arbeiten, ist Debbie schwer enttäuscht von ihr.

Das Buch schildert wie Linda auf ihrem Weg in den Vietnam blöd angemacht wird, im Flugzeug Jerry kennen lernt und sich schließlich in ihn verliebt. Aber vor allem wie sie den Krieg hautnah erlebt, jede Grausamkeit mitbekommt und wie sie halbtote junge Männer, fast noch Jugendliche, operieren muss.

Debbie hingegen bleibt in den USA und protestiert weiter. Sie wird immer radikaler und radikaler. Gegen sie und ihre Mitstreiter wird schließlich auch mit Waffengewalt vorgegangen.

Wird Linda überleben und nach Hause zurückkehren können? Wenn ja, wird sie sich dann mit Debbie wieder versöhnen?

Dieses Buch ist meiner Meinung nach wirklich sehr gut geschrieben, ist von der ersten Seite an spannend, man kann sich richtig in die Geschichte und in die Charaktere hineinversetzen und auch mit diesen mitfiebern.
Vor allem weil das Buch so realistisch geschrieben ist und eine wahre Geschichte sein könnte, ist es so mitreisend und hat zumindest auf mich einen riesen Eindruck gemacht.

In Vorbereitung auf dieses Buch hat sich der Autor mit Personen getroffen, die wirklich im Vietnamkrieg waren. Deshalb kommen auch einige wahre Ereignisse im Buch vor. Dem Autor war es ein Anliegen die ereignisreichen Jahre so zu schildern, wie sie wirklich waren, aber auch eine spannende und unterhaltsame Geschichte zu schreiben.

Ich kann diesen Roman jedem weiterempfehlen, besonders Jugendlichen, welche dieses Thema interessiert, und Erwachsenen, die damals im gleichen Alter wie die beiden Mädchen waren. Ich hoffe, dass noch viele dieses Buch lesen werden, weil es eines der schönsten ist, die ich kenne.

Erster Leseclub im Jahr 2010 – Dienstag 12.01.2010

Der nächte Leseclub findet am Dienstag, 12. Januar 2010 um 13.20 Uhr statt.
Folgende Bücher werden vorgestellt:

Kuss der Rusalka (Blazon, Nina) vorgestellt von Johanna Gostner (4E)
Bevor ich sterbe (Downham, Jenny) vorgestellt von Klarissa Cologna (2A)
Sterne über Vietnam (Jeier, Thomas) vorgestellt von Anna Ohnewein, Sonia Rossi, Mara Ierace (2A)

Wir hoffen, dass auch bei den nächsten Treffen zahlreiche interessierte Zuhörer zur Buchvorstellung kommen.
Nächte Treffen:
19.01. Dienstag 13:20 Uhr
26.01. Dienstag 13:20 Uhr
23.02. Dienstag 13:20 Uhr
25.02. Donnerstag 12:55 Uhr
09.03. Dienstag 13:20 Uhr
16.03. Dienstag 13:20 Uhr

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