“Leute, ich fühl mich leicht” vorgestellt von Lisa Andergassen
„Leute, ich fühle mich leicht“ ist ein Jugendroman geschrieben von der deutschen Autorin Alexandra Hennig von Lange. Er ist im Jahr 2008 bei Verlag cbt erschienen und behandelt das Thema Magersucht.
Im Buch erzählt die 15-jährigen Lelle dem Leser von ihrem Leben ihrer Familie und den damit verbundenen Problemen und Konflikten. Sie spricht über ihre älteren Schwester welche eine Beziehung bzw. Affäre nach der anderen führt, immer auf der Suche nach neuen potentiellen männlichen Kandidaten, ihre Mutter die sich dauernd über alles und jeden Sorgen macht und ihrem Vater, der nie da ist und auf dem auch kein Verlass ist. Doch im Mittelpunkt der Erzählung steht Lelles Magersucht, denn seit einem Jahr hungert sie, nicht um dem gängigen Schönheitsideal der Magermodels nachzueifern, sondern einfach nur weil sie sich damit etwas Kontrolle über ihr Leben verschafft, welche ihr sonst aus der Hand zu gleiten scheint. Im Laufe der Geschichte aber kommt es, dass Lelle schlussendlich auch hierüber die Macht verliert und schließlich kommt alles anders als sie es sich vorgestellt hat.
Der Inhalt des Buches ist im Vergleich zu Büchern ähnlicher Thematik erstaunlich anders und interessant geschrieben, Lelle erzählt abwechslungsreich und authentisch aus ihrem Leben, spricht über ihre Gedanken und Gefühle und im Besonderen beschreibt sie offen wie sie sich im Laufe der Erzählung fühlt bzw. was ihre Krankheit in ihr auslöst und wie sie ihr Leben kontrolliert. Das Buch ist empfehlenswert nicht nur für junge Mädchen, sondern genauso für Jungen aber auch für Erwachsene und selbst betroffene.
Zitat aus „Leute, ich fühle mich leicht“:
„Das hat nichts mit unserem Schönheitsideal oder irgendwelchen abgemagerten Models zu tun, wie irgendwelche oberschlauen Vollidioten meinen. Es geht um Autonomie. Mein Körper ist das letzte unbesetzte Gebiet, quasi eine unabhängige Provinz. Mama hat auch so ihre Schwierigkeiten, den politischen Aspekt am Hungern zu verstehen.“
